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Willkommen auf meinem bescheidenen Blog, auf dem möglichst regelmäßig über mein AUSLANDSSEMESTER in SÜDKOREA berichten werde!


Freitag, 29. Juli 2011

Typisch Seoul

Ich finde, die Deutsche Bahn könnte sich mal ne Scheibe von der Seouler Metro abschneiden – das System hier funktioniert einfach saugut, das könnten die ja mal ruhig importieren! Dann würde man wenigstens was für sein Geld bekommen.... Aber lest selbst:


Wenn man in eine Station reinkommt, muss man erstmal durch eine Schranke durch, die man nur passieren kann, wenn man seine elektronische Fahrkarte auflegt und das Geld abgebucht wird. Diese Karten bekommt man entweder an Automaten in der Station oder in vielen Convenient Stores, und es gibt sie sogar als Handy-Anhänger!


Den Anhänger hab ich von Minhs Mama bekommen, den hat sie mir für die Reise ausgeliehen. Im Buchladen hab ich auch einen Anhänger in Form einer Eistüte mit integrierter Pfeife gesehen :D Total die Spielerei :P Das Handy daneben gehört übrigens mir, die Nummer geb ich gerne raus, ich weiß nur nicht, ob ich SMS ins Ausland verschicken bzw. aus dem Ausland empfangen kann... Ich werde mich informieren!!

Zum Aufladen legt man also das Ticket in den Automaten, wählt den Betrag aus, den man aufladen möchte, und schmeißt das Geld rein. An der Zugangs-Schranke werden dann pauschal 900 ₩ (ca 60 ct) abgebucht, und wenn man wieder aussteigt und das Ticket an der Schranke beim Rausgehen wieder auflegt, wird nochmal je nach Länge der Strecke ein weiterer Betrag abgebucht.

Wenn man dann erstmal unten am Gleis ist, darf man sich brav anstellen. Koreaner mögen ordentliches Schlange stehen, dafür gibt es auch extra Anleitungen auf dem Boden. Man steht dann vor Glastüren, die sich erst öffnen, wenn der Zug steht und dessen Türen auch aufgegangen sind. Das heißt, man muss den Türen nicht wie in Deutschland immer hinterher rennen, und auf die Gleise springen ist auch etwas schwierig :P


HALLO DEUTSCHE BAHN, warum geht das nicht bei uns?!

Außerdem gibt es auch noch Touch Screens mit interaktiven Karten vom U-Bahn-Netz, Tourist Guides von verschiedenen beliebten Vierteln und etwas wie Google Earth, nur von ner koreanischen Firma, und das dann auf Koreanisch, Englisch, Chinesisch, Japanisch usw. Da kann man dann seine Start- und Stopp-Haltestelle eingeben und kriegt dann den Fahrtpreis, die Dauer und eventuelle Umstieg-Haltestellen angezeigt. Voll praktisch!!


Die U-Bahn-Waggons sind übrigens komplett klimatisiert, am liebsten würde ich da drinnen wohnen...  und ganz so eng wie man es von der Tokyoter U-Bahn gehört hat, ist es da auch nicht. Oder wir waren einfach nicht zur Stoßzeit unterwegs?!
Wir sind dann mit der Bahn nach 인천 (Incheon) gefahren, um Minhs Tante und Onkel zu besuchen. Die beiden haben da das Restaurant 미우가 (miuga), das gegrillte Fleischspezialitäten serviert. Im Tausch für 7 Tüten Raffaello haben wir dann ein richtiges FESTMAHL bekommen!! Das viele Essen kann man gar nicht komplett vernichten, was ich wirklich schade finde… ich fühl mich immer schlecht, wenn ich was stehen lasse, ich hab ja gelernt, meinen Teller leer zu essen, aber hier ist das nicht schlimm. Ich glaube, wir haben auch nochmal extra mehr Beilagen bekommen als andere – Familienbonus halt :D Wir haben 삼겹살 (sam-gyeobsal) gegessen, also Schweinebauch-Scheiben, die man auf dem Tisch-eigenen Gas-Grill selber brät. Wenn man das bestellt, dann bekommt man hunderte (:D) Beilagen automatisch dazu, die muss man nicht extra bestellen. Das ganze in Action sieht dann so aus:

 
Von Incheon zurück nach 신천 (sincheon), wo Maria und Kim Yuu-Gang wohnen, waren es dann eineinhalb Stunden Bahn-Fahrt. Da spart man sich echt reich, das ganze hat nur 1600 ₩ (1€) gekostet :D

Abends um 11 Besuch kamen dann auch noch Nachbarn zu Besuch, das scheint hier voll okay zu sein… Ich war schon total K.O., aber aus Höflichkeit bleibt man dann wach und gesellt sich dazu. Das Ehepaar hat seinen kleinen Sohn Kyu-Won mitgebracht, der ist erst 5 Jahre alt, aber hat sich schon verbeugt wie ein ganz großer :D Der kleine war um die Uhrzeit noch voll auf Zack, aber vor mir hatte er etwas …. nennen wir es „Respekt“ :P

Es ist wirklich total interessant, es zu erleben, wie die Leute hier auf einen reagieren! Mit so vielen Blicken und Reserviertheit hatte ich nicht gerechnet…. Aber man kann sich an alles gewöhnen, auch an Reis zum Frühstück :D

Kommentare:

  1. Respekt ?? - Naja..............
    Informiere dich mal ( Handy)
    Hab die Nummer ja schon seit einer Woche !
    Übrigens : Mache gerade Urlaub in Korea........
    am Monitor ( Grins)
    Ist richtig schöööööön !
    Lieben Gruß ( natürlich an alle )
    von
    Brummel`s Mama

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  2. Sind das echt GLASTÜREN in der U-Bahn?? Geiler Shit... ;)

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  3. hi sabrina, schönes blog!

    werd bestimmt hin und wieder mal reingucken.

    liebe grüße aus paderborn (bin bestimmt nicht der einzige, man muss wahrscheinlich sowas wie ne gruß-pipeline von pb nach seoul einrichten)

    :-)

    eckhard

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  4. Ich raste beim Anblick von deinen kulinarischen Köstlichkeiten total aus.
    NEID PUR!

    Beste Grüße,

    der Wurstpapa

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. @Laura: Ja, das sind Glastüren, und es tut weh, wenn man dagegen läuft oder eingeklemmt wird @_@ Die warten nämlich nicht bzw. gehen nicht automatisch auf, wenn was dazwischen hängt...

    @Eckard: DANKE DANKE DANKE :) Ich freu mich RIIIIIESIG!!

    @Wurstpapa: anonym ist feige :P Und ja, das Essen schmeckt fantastisch HAR HAR!!

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  7. da krieg ich ja auch grad Hunger !
    muss ich auch mal probieren...

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  8. Hey Brummel,
    Dein Blog ist total super, ist zwar grad gutes Wetter hier im schönen Oberberg, und wollte eigentlich noch raus, bin aber total an deinem Blog kleben geblieben :D Ich will auch nach Korea ><
    Wünsch dir noch ganz viel Spaß da drüben!
    GLG Sca

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  9. Die Zeichen neben der Null auf dem Handy sehen aus wie ein Smiley XD
    Hör mir bloß mit der Deutschen Bahn auf, ich glaub, ich gebe denen einfach mal deine Blogadresse...dann können die mal sehen wie..."eingeschränkt" die sind XD
    und das Essen....mann sollte nicht mit Hunger einkaufen gehen...aber deinen Blog hungrig lesen ist auch keine super Idee XD

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  10. @Nini: ist mir noch gar nicht aufgefallen! Find ich voll gut :)
    Es ist zwar verschwenderisch, aber mir ist noch ein Vorteil an dem vielen Essen aufgefallen: wenn man etwas nicht mag, dann ist noch genug anderes da, wovon man satt wird! Und das ist nötig, die haben hier teilweise rohe Leber oder Stinke-Fisch oder vergorene Bohnen.... :-!

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